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Startseite2019-04-19T14:37:47+02:00

Wer sind wir

Der Landesverband der Kehlkopfoperierten Rheinland-Pfalz e.V.
stellt sich vor:

Gegründet wurde er im Jahre 1975 als „Vereinigung der Kehlkopflosen Mainz“ mit dem Ziel, Kehlkopflosen und Tracheotomierten (Halsatmer), die durch eine Operation ihre natürliche Stimme verloren haben und drohten dadurch ins soziale Abseits gedrängt zu werden, in der Nachsorge zu helfen und sie durch Beratung bei der Wiedereingliederung in die Familie und das soziale Umfeld zu unterstützen.
Die Vereinigung stieß im Lande auf so große Resonanz, daß dem Landesverband heute bereits die autonomen Bezirksvereine Koblenz/Montabaur und Rhein-Nahe-Pfalz sowie Trier, der Ortsverein Pirmasens, die Selbsthilfe Kehlkopfloser e.V. Ludwigshafen/Schifferstadt und die Selbsthilfegruppe Kopf-Hals-operiert „Palatina“ Kaiserslautern angehören. Diese Solidargemeinschaft ermöglicht es, die Interessen und Rechte der Betroffenen stärker durchzusetzen. Dabei soll der Gedanke im Vordergrund stehen, daß Menschen mit einer Behinderung nicht Objekt, sondern handelndes Subjekt sind, wobei der Weg von der Fürsorge zur Selbstbestimmung führen muß.
Der Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. mit Sitz in Mainz ist sowohl Mitglied im Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. als auch im Paritätischen Wohlfahrtsverband und in der Landesarbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, „Selbsthilfe Behinderter e.V.“ . Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung.
Vorsitzender des Landesverbandes ist Thomas Müller aus Mehlbach.
Die satzungsgemäßen Aufgaben und Ziele des Landesverbandes sind neben der Beratung auch Betreuung von Betroffenen einer Kehlkopfkrebserkrankung  und deren Angehörigen vor und nach Maßnahmen wegen einer Krebserkrankung.
Eine möglichst umfangreiche sprachliche Rehabilitation unter zusätzlicher Ausschöpfung aller Möglichkeiten einer beruflichen und sozialen Integration der Kehlkopfkrebsbehandelten wird als Ziel der Bertreuung angestrebt. Zur Erreichung dieses Vereinszwecks erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit allen wissenschaftlichen – insbesondere medizinischen – öffentlichen und privaten Organisationen.
Außerdem sieht die Satzung vor, daß alle natürlichen und juristischen Personen, alle eingetragenen und nicht eingetragenen Vereine, insbesondere Kehlkopfkrebsbehandelte, Mitglied werden können, wenn sie ihren Wohnsitz oder Geschäftsbereich in Rheinland-Pfalz oder dessen Landesgrenze überschreitenden Einzugsgebieten (Nahbereiche) haben. Es wäre also durchaus wünschenswert, wenn der Landesverband eine möglichst große Mitgliedschaft aufweisen kann, weil die einzelnen Betroffenen und Angehörigen sehr unterschiedlich mit ihrer Krankheit und den daraus resultierenden Belastungen fertig werden.
Gerade hier hat sich herausgestellt, daß sich die Mitglieder durch das Vereinsleben und die damit verbundene Kommunikation aktiv mit ihrer Erkrankung und der Behandlung auseinandersetzen und dadurch emotional zuversichtlicher und optimistischer sind.

Zielgruppe

Der Landesverband der Kehlkopfoperierten Rheinland-Pfalz e.V. berät und betreut Betroffene mit der Diagnose Kehlkopfkrebs im weiteren Sinne vor und nach einer Behandlung. Wir geben unsere Erfahrung zur Ausschöpfung aller Möglichkeiten von Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen an Betroffene der oben genannten Diagnose weiter. Wir begleiten Sie bei der gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Sie werden von „Schicksalsgefährten“ in den kritischen Phasen unterstützt. Betroffene und Angehörige stehen als lebendes Beispiel dafür, dass die Diagnose Krebs nicht mehr gleichbedeutend mit Ausgrenzung oder gar Tod ist. Fachberater aus den medizinischen, sozialen und sprachheiltherapeutischen Bereichen sowie die zuständigen Ministerien und Behörden, öffentliche und private Organisationen, unterstützen die verbandsseitigen Bemühungen. Zu den wichtigsten Kriterien der Verbandsarbeit gehören:
Krankenhaus- und auf Wunsch Hausbesuche vor und nach den Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal, Beratung und Erfahrungsaustausch in rehabilitativen Fragen und über Hilfsmittel, Schulung von Patientenbetreuerinnen und -betreuern, monatliche Treffen mit Betroffenen und deren Angehörigen in den einzelnen Vereinen und Selbsthilfegruppen, gesellige und kulturelle Veranstaltungen.

Vor und nach dem Eingriff

Hier wollen wir Ihnen versuchen zu erklären wie sich der Zustand nach einer totalen Laryngektomie (komplette Entfernung des Kehlkopfes) auswirkt. Bitte beachten Sie, dass dies nicht auf eine Teiloperation oder die Behandlung durch eine Radiochemotherapie zutrifft.

  ORGAN                          Vor dem Eingriff                                                                  Nach dem Eingriff

Kehlkopf Trennung von Luft- und Speiseweg Luft- und Speiseweg operativ getrennt, bleibendes Tracheostoma
Stimmgebung Ersatzstimme
Glottisschluss beim Husten und bei der Bauchpresse Kompensierbar durch digitales Verschliessen des Tracheostomas
Rachen Bolustransport möglich, evtl. eingeschränkt
schnarchen nicht möglich
gurgeln nicht möglich
Resonanz verändert
Mund atmen nicht möglich
artikulieren möglich
Resonanz vorhanden
kauen möglich, evtl. eingeschränkt
schmecken möglich, evtl. eingeschränkt
gähnen möglich, tracheostomaler Luftaustritt
lachen tonlos
pfeifen stark eingeschränkt
schlürfen nicht möglich
saugen möglich
pusten stark eingeschränkt
Nase atmen nicht möglich
anfeuchten nicht möglich
säubern nicht möglich
erwärmen nicht möglich
schneuzen stark eingeschränkt
riechen stark eingeschränkt
niesen Reiz vorhanden, Sekretabsonderung über das Tracheostoma
Resonanzraum eingeschränkt

Teiloperation
Eine Teilresektion (es werden z.B. Teile des Kehldeckels oder Stimmlippen entfernt), organerhaltende Operation birgt das Risiko der Aspiration, das heißt es können Speisen und/oder Flüssigkeiten in die Luftröhre geraten da der Luft- und Speiseweg, nicht wie bei einer kompletten Kehlkopfentfernung, nicht voneinander getrennt sind. Ähnliche Komplikationen können sich bei einer Radio- oder kombinierten Radio/Chemotherapie ergeben. Durch kompetente Logopädie wird dieser Aspirationsgefahr entgegengewirkt.

Über Uns / Aktuelles

Der Landesverband, die Vereine und Selbsthilfegruppen

Der Vorstand des Landesverbandes:

1. Vorsitzender – Thomas Müller, Mehlbach
2. Vorsitzender – Bernhard Lang, Mainz
Schriftführer – Günter Barg, Neuwied
Kassenwart – Gerhard Napp, Dörscheid
Beisitzerin – Anni Melzer, Mainz
Beisitzer – Peter Pfeiffer, Lahnstein
Beisitzer – Heinz-Werner Fey, Trier

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Die Vereine und Selbsthilfegruppen

Bezirksverein Koblenz/Montabaur – Vorsitzender: Jürgen Reuter, Neuwied – regelmäßige Treffen am 1. Mittwoch des Monats ab 14:30 Uhr , wechselnde Örtlichkeiten, zu erfragen unter 01638045952
Bezirksverein Rhein-Nahe-Pfalz– Vorsitzender: Bernhard Lang, Mainz
Bezirksverein Rhein-Nahe-Pfalz/Region Mainz – Vorsitzender: Bernhard Lang, Mainz, regelmäßige Treffen am 1. Mittwoch des Monats ab 14:00 Uhr im Haus der Vereine, Schillstrasse 2, Mainz
Bezirksverein Rhein-Nahe-Pfalz/Region Bad-Kreuznach – Leiterin: Ute Müller, Rüdesheim, regelmäßige Treffen am 2. Samstag des Monats ab 14:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Rüdesheim, Nahestrasse
Bezirksverein Trier – Vorsitzender Karl-Georg Thiel, Sehlem, regelmäßige Treffen am 3. Samstag des Monats ab 14:00 Uhr in der Cafeteria des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen Trier/Mitte
Ortsverein Pirmasens mit Gruppe Kaiserslautern – Vorsitzender: Konrad Schmidt, Pirmasens, regelmäßige Treffen OG Pirmasens – am 3. Samstag des Monats im Waldhaus Gefällerweg, Pirmasens – OG Kaiserslautern am 2. Samstag im Monat ab
14:00 Uhr im Vereinsheim SG EIntracht, Entersweilerstrasse, Kaiserslautern
Selbsthilfegruppe „Palatina“ Kaiserslautern – Leiter: Thomas Müller, Mehlbach, regelmäßige Treffen am 2. Samstag im Monat ab
14:00 Uhr im Haus der Deutschen Krebsgesellschaft, Gersweilerweg 14a, Kaiserslautern

In diesem „über uns“ Abschnitt wollen wir es nicht versäumen auf kreative Mitglieder
hinzuweisen. Zwei gilt es an dieser Stelle zu nennen und ihre Werke nicht
nur vorzustellen sondern sie euch auch sehr ans Herz zu legen.

Frank Denecke
Fertig habe ich noch lange nicht“,
erschienen im Verlag tredition, ISBN 9783746943183 zum Preis von 16,90€
Frank ist Gruppenleiter in Bremen und musste sich im Jahre 2013 einer totalen Laryngektomie unterziehen, trotz diesem Eingriff bezeichnet er sein Schicksal als „das Beste was mir je passiert ist“. Sein Buch ist für Betroffene die gerade eben ihre Diagnose erhalten haben eine Bereicherung. Frank erklärt in für den medizinischen Laien verständlicher Sprache was oft unerklärlich erscheint. Absolut lesenswert und ein Muss für den interessierten Betroffenen.

Alfred Behlau
„Der Vogel und die Krake“
erschienen im AbeKra Verlag ISBN 3-9805124-2-8 zum Preis von 19,95€
Alfred ist Mitglied in der Selbsthilfeorganisation „TULPE“ und wurde 1995 mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Seine Geschichte beginnt aber schon sehr viel früher. Es gibt selten Bücher die den Verfasser dieser Zeilen so sehr gefesselt und berührt haben wie dieses. Geschrieben in einer nie langweiligen Sprache, sodass ich, nachdem ich abends begonnen hatte das Buch zu lesen, mich zwingen musste es weg zu legen weil meine Augen zur Ruhe riefen. Wie Alfred in seiner Zusammenfassung schreibt ist dieses Buch nicht alleine an Krebspatienten und deren Angehörige gerichtet, sondern an alle die den Mut haben sich über die Grenzsituationen des Lebens Gedanken zu machen und gesellschaftliche Gegebenheiten, Normen und Verhaltensweisen zu hinterfragen.
Für mich 10 von 10 zu vergebenden Punkten.

  • Der Bundesverband, benachbarte Landesverbände, Kliniken und Leistungserbringer

    Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. bietet auf seiner Seite weitere, umfassende Informationen für Betroffene, Angehörige und Mitglieder der angeschlossenen Vereine http://kehlkopfoperiert-bv.de/

    Landesverband der Kehlkopfoperierten Saarland e.V., 1. Vorsitzende Marlie Koch http://kehlkopflose-saarland.de/

    Landesverband der Kehlkopflosen Hessen e.V., Vertreten momentan durch den 2. Vorsitzenden Georg Gustavus https://kehlkopf-hessen.de/

    Landesverband der Kehlkopfoperierten Baden-Württemberg e.V., http://www.kehlkopfoperierte-bw.de/

    Landesverband der Kehlkopfoperierten Nordrhein-Westfalen e.V., 1. Vorsitzender Heinz Günter Dohmen https://kehlkopfoperierte-nrw.jimdo.com/

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    Kliniken mit HNO Abteilung in Rheinland-Pfalz (wir geben keine Garantie auf Vollständigkeit, die Reihenfolge hat keine Bedeutung)

    , Chefärzte Dr. Peter Kress und Dr Peter Schäfer https://www.mutterhaus.de/klinikum-mutterhaus-mitte/med-fachabteilungen/hno-kopf-und-halschirurgie/allgemein/#contentTop

    Westpfalz Klinikum Logo Westpfalzklinikum Kaiserslautern, Chefarzt Professor Dr med Norbert Stasche https://www.westpfalz-klinikum.de/hno/

    Klinikum Ludwigshafen zertifiziertes Kopf-Hals-Tumor Zentrum, Chefarzt Professor Dr K-Wolfgang Delank https://www.klilu.de/medizin__pflege/kliniken_und_fachbereiche/zentren_a_z/kopf_hals_tumorzentrum_ludwigshafen/index_ger.html

    Chefarzt Professor Dr Christoph Matthias http://www.unimedizin-mainz.de/hno/patienten/uebersicht.html

    Wir dienen DeutschlandBundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Chefarzt Oberstarzt PD Dr Roland Jacob https://koblenz.bwkrankenhaus.de/startseite/kliniken/hals-nasen-und-ohrenheilkunde.html

    Logo

    Marienhof, Chefarzt Professor Dr Jan Maurer https://www.kk-mvz.de/mvzkm/Praxen-am-Marienhof/Praxis-fuer-HNO.php

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    Leistungserbringer / Hilfsmittellieferanten (in Alphabetischer Reihenfolge)

    Servona Medizintechnik Plus, https://www.servona.de/
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    Aktuelles aus dem Verband
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    19.04.2019
    Der Landesverband hat die offizielle Bestätigung zur Teilnahme am diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag in
    Annweiler von 28. – 30.Juni erhalten. Der LV teilt sich den Stand Nr 6 mit dem Landesverband Aphasie. Wir freuen uns auf eine gut besuchte Veranstaltung mit vielen Gästen und hoffentlich prächtigem Wetter.
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    14.01.2019
    Der Landesverband beglückwünscht den Vorsitzenden des Ortsvereins Pirmasens zur Stadtehrenplakette in Bronze die ihm auf Grund seines langjährigen Engagements beim THW und in der Selbsthilfe vom Oberbürgermeister der Stadt verliehen wurde.
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    16.12.2018
    Neue Studie der Universitätsmedizin Leipzig
    Die kürzlich im internationalen Fachmagazin der Krebsforschung „Annals of Oncology“ veröffentlichten Studie der interdisziplinären multizentrischen Studie DeLOS-II ergab eine bessere Therapiekontrolle und die Hoffnung auf schonendere Behandlung sowie häufigeren Erhalt des Kehlkopfes. Dieser Link öffnet den gesamten Artikel:
    unbedingt lesenswert und zur Weiterleitung empfohlen.
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    Gestern, am 10. Dezember 2018, verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied Michael Pfeil. Der letzte Abschied von einem verehrten Menschen ist der Moment in dem wir alle ergriffen stille stehen und so arm an Worten sind. Wir werden ihn als unermüdlichen, immer zuverlässigen zweiten Vorsitzenden des Landesverbandes und Vorsitzenden des Bezirksverbandes Rhein-Nahe-Pfalz in Erinnerung behalten und sein Engagement wird noch lange fortdauern. Den Angehörigen gilt unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Anteilnahme. Auf unsere Hilfe und Unterstützung können sie jederzeit zählen.
    Möge ein Zitat von Friedrich Bonhoefer etwas Trost spenden:
    Je schöner und voller die Erinnerung,
    desto schwerer ist die Trennung
    Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine innere Freude.
    Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
    sondern wie ein kostbares Geschenk in sich

Aktivitäten und Angebote

Der Landesverband der Kehlkopfoperierten Rheinland-Pfalz e.V. bietet seinen interessierten Mitgliedern regelmäßige Seminare.
Im Wechsel mit dem Landesverband der Kehlkopfoperierten Saarland e.V. findet ein „Patientenbetreuerseminar“ statt. Wechselnde Inhalte und Themen ermöglichen es den Vereinsvorständen und Patientenbetreuern der Verbände sich medizinisch, psychologisch und auf sozialem Gebiet durch kompetente Referenten weiterzubilden.
Das jährlich durch den Landesverband initiierte „Frauenseminar“ ,richtet sich, wie der Name schon sagt, an unsere weiblichen Mitglieder. Wie schon beim Patientenbetreuerseminar referieren kompetente Repräsentanten der verschiedenen Themenblöcke und geben Einblicke in die neuesten Erkenntnisse aus den obengenannten Themen.
Ein, meist im Herbst, durchgeführtes „Stimmseminar“ richtet sich in der Hauptsache an frisch operierte Patienten oder diejenigen die mit ihrer stimmlichen Rehabilitation nicht wirklich zufrieden sind. In Zusammenarbeit mit Logopädieschulen ermöglicht der Landesverband eine intensive Schulung der Betroffenen. In kleinen Gruppen oder Einzeltherapien können die Patienten in aller Ruhe Techniken der stimmlichen Reha mit erfahrenen Lehrer/n/innen und engagierten Logopädieschüler/n/innen lernen.
Das Patientenbetreuer und Frauenseminar beginnen meist Mittwochs mit einem gemeinsamen Mittagessen und enden Freitags, ebenfalls mit einem gemeinsamen Mittagessen. Das Stimmseminar erstreckt sich über zwei Tage mit einer Übernachtung. Die Kosten für die Veranstaltungen, Reise- und Übernachtung übernimmt größtenteils der Verband.
Geplant in nächster Zukunft ist auch ein „Angehörigenseminar“ des Landesverbandes. Teilnehmer sind hier wiederum ausschließlich Angehörige, nicht Betroffene Mitglieder. Die Einbeziehung der Mitbetroffenen Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit und oftmals leiden und machen sie sich mehr Sorgen und Gedanken als die Betroffenen selbst. Da liegt es nahe ein Seminar, speziell um die Sorgen, Ängste und Probleme von Angehörigen zu veranstalten.

Der Landesverband der Kehlkopfoperierten Rheinland-Pfalz e.V. engagiert sich sehr stark bei der Öffentlichkeitsarbeit. So findet man bei  zahlreichen Veranstaltungen wie Patiententagen, Krebskongressen oder örtlichen Gesundheitstagen immer einen Vertreter der Vereine oder Selbsthilfegruppen mit einem ansprechenden Stand und zahlreichem Informationsmaterial sowie ehrenamtlich Tätigen, die vor Ort den Verband darstellen. Bei überregionalen Veranstaltungen wie z.B. dem Rheinland-Pfalz-Tag 2019 in Annweiler hat sich der Landesverband angemeldet und hofft auf einen positiven Bescheid zur Teilnahme. Die Kapazitäten sind beim Austragungsort 2019 leider recht beschränkt.

Seit Ende Januar hat der Landesverband zu Zusage zur Teilnahme am Rheinland-Pfalz-Tag 2019 in Annweiler. Wir freuen uns über eine hoffentlich sonnige, dreitägige Veranstaltung mit viel Meinungs- und Erfahrungsaustausch im beschaulichen Örtchen Annweiler am Trifels.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Bitte scheuen Sie sich nicht, sich an uns zu wenden wenn Ihre Frage hier nicht aufgeführt ist,
wir nehmen diese gerne auf und bemühen uns um Beantwortung.

Ihr Landesverband

Wo finde ich Information nach der Diagnose2018-12-09T15:00:29+02:00

Die Diagnose „Krebs“ macht zunächst ohnmächtig und die Aufklärung durch medizinisches Fachpersonal ist meist sehr sachlich und wenig verständlich. Dazu kommt noch, dass man nicht mehr wirklich aufnahmefähig für diese Art der Aufklärung ist. Glücklicherweise ist es in der Mehrzahl der HNO Kliniken mittlerweile usus ein Gespräch mit einem Vertreter der Selbsthilfe anzubieten. Scheuen Sie sich nicht dies zu erfragen sollte es nicht von Ärzteseite angeboten worden sein. Bei einem Patientenbetreuer finden Sie Antworten auf fast alle Fragen die Ihnen nach einer Krebsdiagnose auf der Seele brennen. Derjenige der Ihnen im Anschluss gegenüber sitzt, hat all das was Sie noch vor sich haben hinter sich, als lebendes Beispiel für „es geht auch nach dieser schrecklichen Diagnose weiter“. Er/sie nimmt sich die Zeit die Sie brauchen, hier würde es die Kapazität der Seite sprengen.
Seriöse Seiten im Internet:
Deutsche Krebsgesellschaft
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/kehlkopfkrebs.html
Blaue Ratgeber der Deutschen Krebshilfe
http://kehlkopfoperiert-bv.de/wp-content/uploads/2014/09/Brosch%C3%BCre_Kehlkopfkrebs_Auflage_5_2013.pdf

Was kommt nach der OP2018-12-09T15:10:38+02:00

Die Entlassung aus der Akutklinik erfolgt üblicherweise nach dem 12. Tag, nachdem abschließende Untersuchungen positiv verlaufen sind.
Eine Anschlussheilbehandlung sollte zeitnah in einer geeigneten Einrichtung erfolgen. Hierzu darf der Betroffene auch Wünsche äussern wo diese stattfinden kann. Diese Zeit sollte man sich unbedingt nehmen und für sich selbst nutzen. Abstand von Klinikalltag und auch von Familie sowie Freunden und Verwandten ist wichtig und sinnvoll.
Nach der AHB ergeben sich verschieden Möglichkeiten der sozialen Wiedereingliederung. Hier können verschiedene Institutionen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Optimalerweise hatten Sie schon in der Akutklinik Kontakt zu einem Patientenbetreuer einer Selbsthilfegruppe und der soziale Dienst der Klinik hat Sie angesprochen. Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V., die Landesverbände sowie die angeschlossenen Vereine stellen Ihr Wissen und hre Erfahrung gerne zur Verfügung. Ebenso kann es hilfreich sein sich einem Sozialverband anzuschließen. Hier haben Sie die Möglichkeit sich für einen geringen Jahresmitgliedsbeitrag rechtlich durch erfahrene und kompetente Anwälte zu informieren.
https://www.sovd.de/
https://www.vdk.de/deutschland/

Wie ist die Prognose2018-12-06T15:30:41+02:00

Wie Alles kommt es auch hier auf die exakte Diagnose und die daraus resultierende Therapie an.

Allgemein ist die Prognose, selbst bei fortgeschrittenen Larynxkarzinomen recht gut. Die moderne Medizin bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten die erfahrungsgemäß zu einem Leben „danach“ führen das ohne allzu starke Einschränkungen lebenswert ist und eine dementsprechend gute Lebensqualität bietet.

Wie ist das mit essen und trinken2018-12-09T15:16:18+02:00

Bei optimalem Verlauf sind Essen und Trinken unproblematisch möglich.

Dennoch ist auch diese Frage nicht allgemeingültig zu beantworten. Es kommt immer auf die jeweilige individuelle Situation an.

– bei einer Teiloperation ist es meist erforderlich bestimmte Techniken zu erlernen die eine Aspiration (ein Verschlucken) verhindern. Da der Kehlkopf maßgeblich daran beteiligt ist die Luftröhre beim Schluckakt zu verschließen kann es bei einer Teiloperation zu Komplikationen führen. Ein erfahrener Logopäde kann hier Techniken vermitteln die dies verhindern und ein annähernd normales essen und trinken ermöglichen.

– bei einer kompletten Kehlkopfentfernung ist ein Verschlucken technisch nicht mehr möglich da der Speise- und der Atemweg voneinander getrennt sind. Lediglich bei der Versorgung mit einem Stimmventil kann es zu Komplikationen führen wenn die Prothese undicht wird oder sich der sogenannte Fistelkanal in der sich das Stimmventil befindet weitet. Dann besteht die Möglichkeit, dass (meist nur Dünnflüssiges wie Wasser, Tee, Kaffee) entweder an der Prothese vorbei (periprothetische Leckage) oder durch die Prothese hindurch (transprothetische Leckage bedingt durch eine defekte Ventilklappe) in die Luftröhre gelangen und so einen mehr oder weniger starken Husten auslösen.

 

Kann ich wieder sprechen2018-12-09T15:27:11+02:00

Bei Teiloperationen werden stimmgebende Strukturen geschont und das Sprechen ist mit einer veränderten „heiseren“ Stimme möglich.

Bei einer totalen Laryngektomie (der Kehlkopf wird komplett entfernt) gibt es drei Möglichkeiten der stimmlichen Rehabilitation:
– der Elektrolarynx (heute eher selten genutzt, trotzdem ist es sinnvoll den Umgang zu erlenen um bei Komplikationen diese Möglichkeit der Verständigung zu nutzen) ist ein Gerät das Vibrationen erzeugt und somit das Sprechen ermöglicht. Die Stimme wird allgemein als „roboterhaft“ beschrieben.
– die Ructussprache ist ein Technik die bis in die Mitte der 90er Jahre als einzige Alternative zum Elektrolarynx möglich war. Hierbei wird Luft quasi verschluckt und langsam wieder ausgestoßen, ähnlich dem Rülpsen. Das Erlernen dieser Technik erfordert Geduld und einen guten Therapeuten der diese Möglichkeit der stimmlichen Rehabilitation zu lehren in der Lage ist. Auch hier helfen die Vereine und Verbände einen geeigneten Logopäden zu finden.
– das Stimmventil/Stimmprothese. Mittlerweile Standard in den meisten Kliniken. Zwischen Luft- und Speiseröhre wird ein Ventil eingesetzt, hierdurch ergibt sich die Möglichkeit mit der gesamten Ausatemluft Stimme zu bilden. Es handelt sich um ein Einwegventil das Ausatemluft in die Speiseröhre leitet und dort schwingungsfähige Strukturen zur Stimmbildung nutzt. Der große Vorteil dieser Art der Rehabilitation ist die rasche Wiedererlangung der Stimme. Bei optimalem Verlauf ist das Sprechen schon kurz nach dem Eingriff (ca ab dem 12. postoperativen Tag) wieder möglich.

Die Wahl der Rehabilitation ergibt sich aus der Diagnose und den Gegebenheiten. Alle Möglichkeiten sollten mit dem Arzt besprochen werden. Wie überall gilt selbstredend der Grundsatz, dass jeder Fall individuell ist und sich unterschiedliche Verläufe einstellen können.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?2018-12-09T15:36:21+02:00

Es gibt prinzipiell die Möglichkeiten der

– chirurgischen Entfernung von Teilen oder des gesamten Kehlkopfes
hierbei werden entweder der gesamte Kehlkopf entfernt (totale Laryngektomie) oder Teile des
Kehlkopfes.

– Radiotherapie (Bestrahlung)

– Chemotherapie (Mittel der Wahl z.B. Cisplatin)

– kombinierte Radio- Chemotherapie

– Immuntherapie (z.B. Cetuximab)

Was letztendlich zur Anwendung kommt bzw kommen sollte, hängt nicht zuletzt vom Stadium/Ausdehnung des Tumors ab. Hierbei ist es von entscheidender Bedeutung, dass der individuelle „Fall“ durch die verschiedenen Abteilungen in der Tumorkonferenz objektiv besprochen wird. Die Entscheidung der Wahl der Therapie trifft letztendlich der Patient nach einem Gespräch mit den Behandlern seines Vertrauens.

Termine und Veranstaltungen, Seminare

Veranstaltungen des Bundesverbandes
Patientenbetreuerseminar

01. – 04.04.2019 Patientenbetreuerseminar in Bad Wildungen
Frauenseminar

03. – 05.06.2019 Frauenseminar in Gelsenkirchen
Wassertherapieseminar

02. -04.09.2019 in Soltau – Seminar zur Ausbildung der Wassertherapiebeauftragten
Angehörigenseminar
20. – 22.09.2019 Angehörigenseminar in Königswinter
Seminar für Teiloperierte
21. – 23.10.2019 Seminar für Teiloperierte in Bad Wildungen

Öffentliche Veranstaltungen
Patientenkongress

26.01.2019 Patientenkongress der Stiftung Deutsche Krebshilfe in Karlsruhe
HNO Kongress

29.05. – 01.06.2019 – 90. Jahresversammlung (HNO-Kongress), Estrel Convention Center Berlin
dbl-Kongress

17./18.05.2019 48. dbl-Kongress in Bielefeld
Offene Krebskonferenz

26.10.2019 Offene Krebskonferenz OKK un Frankfurt/Main

Intensiv Stimmseminar

16. Oktober - 18. Oktober

Kontakt

Zur Kontaktaufnahme nutzen Sie bitte den unteren Button

Kontakt aufnehmen
  • Anschrift
    Landesverband der Kehlkopfoperierten RLP e.V.
    Thomas Müller

    Scheckersgraben 28
    67735 Mehlbach

  • Telefon: +49(0)1714764688

  • E-Mail: vorsitzender@kehlkopfoperiert-rlp.de

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